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Freitag, 26. November 2010

Todesarten



Nachdem ich heute morgen sehr pathetisch über das Leben nachgedacht habe, habe ich einen Tag hinter mir, der mit Gesprächen über den Tod endete. Das hatte sich eigentlich schon die vergangenen Tage angekündigt, denn mal ging es um den Sohn von Eric Clapton, der aus dem 53. Stock fiel, mal um einen Betrunkenen auf Mallorca, der aus dem fünften Stock in ein Matratzenliegen-Lager fiel, welches zusammenkrachte. Er aber stand einfach auf und ging fort, als ob nichts passiert wäre. Der Hotelbesitzer rannte natürlich hinter ihm her, denn es war ein Schaden von 5.00o Euro entstanden. Auch in der Harp Bar, die ich schon erwähnte, ist der Tod anwesend. Einige Gäste dort sind irische Kriminelle - und einige haben nach ihrem Urlaub nicht mehr lange gelebt, sie wurden direkt am Flughafen von Dublin erschossen. Einer hängt als gerahmtes Foto an der Wand im Pub. Interessant und nicht gerade todesfürchtig ist die irische Gypsy-Family, die von illegalen Kämpfen lebt. Ihr Chef, Martin, lässt sich ungern von der Seite anquatschen. Doch das passiert nunmal in einem Pub. Als einmal ein betrunkener Norweger sich freundlich mit ihm unterhalten wollte, deutete er mit dem Finger auf ihn und wies dann mit dem Finger zur Tür. Der Norweger verstand und verschwand.

Ein Betrunkener ist sofort nüchtern, wenn die canarische Polizei ihm mit der Peitsche ein paar Hiebe gibt, wird erzählt. Das wurde beobachtet, ich finde es krass.

Die weiteren Todesgespräche hat heute der tote Bischof ausgelöst, der seit 150 Jahren mumifiziert in seinem Ornat in der Kathedrale von Las Palmas in einer Seitenkapelle in einer Vitrine liegt.